Sonnenobservatorium „Bischofswiese“

In der Dölauer Heide bei Halle befindet sich die „Bischofswiese“, was ein Plateau, ca. 20 – 30 Meter über dem restlichen Gelände darstellt. Dieses legt Zeugnis ab von mindestens 6.000 Jahren Besiedlungsgeschichte, vor allem der Baalberger Kultur, welche hier eine Höhenfestung anlegten. Dabei umfasst das Areal ca. 25 Hektar und ist dabei eine der, oder die größte steinzeitliche Festungsanlage in Europa.

Neben der künstlerischen Darstellung sehen wir ein LIDAR Scan des Plateaus, welches die Vegetation ausblendet und ein deutliches Bild der geographischen Struktur zu erkennen gibt. Oben links (Nordwesten) befindet sich der „Kellerberg“, ein konischer Berg mit einem baumfreien Plateau ca. so groß wie ein Fußballfeld. Unten rechts (Südosten) ist der beliebte „Kolkturmberg“, mit dem Aussichtsturm und einem fantastischen Ausblick. Diese beiden Satellitenhügel ergeben eine klassische mystische Achse von Sommersonnenwende-Sonnenuntergang und Wintersonnenwende-Sonnenaufgang. Diese ist auf dem Breitengrad von 51 Grad fast identisch. Ein Beispiel ist das Sonnenobservatorium von Goseck. Hier sehen wir die Achse gut, bzw die geringe Abweichung. Auch die Himmelsscheibe verzeichnet die Norwest-Südost Achse. Das gleiche sehen wir vom Kellerberg zum Kolkturmberg.

Zusammengefasst, eine Nordwest-Südost-Achse ist immer ein Indikator, dass man es mit Sonnenwendensymbolik, bzw. Observatorien zu tun haben könnte. Wie ist es denn nun mit der Achse Kellerberg – Kolkturmberg? Hier eine Simulation von Google Earth. Wenn man am 21. Dezember auf dem Kellerberg steht geht die Sonne über dem Kolkturmberg auf! BOOM.

Aber auch umgekehrt funktioniert es. Wenn man auf dem Kolkturmberg steht verschwindet die Sonne zur Sommersonnenwende hinter dem Kellerberg. Hier wieder die Simulation von Google Earth.

Das ist bestimmt auch den steinzeitlichen Bewohnern aufgefallen, und sicherlich gebührend gewürdigt worden.

Das tiefere Mysterium ist, wie diese zwei Hügel „zufällig“ diese Achse markieren. Oder ist einer, oder sogar beide Hügel eine künstliche Aufschüttung? Das es sowas gibt belegt Silbury Hill bei Avebury in Südengland. Dieser ist 37 Meter hoch und liegt auf dem Breitengrad 51°25″ Minuten, wobei die Bischofwiese auf 51°30″ liegt – also ziemlich nah dran. Man beachte auch diesen Beitrag dazu. Interessant ist, dass die Glockenbecherkultur sowohl in Südengland wie auch im Raum Halle nachweisbar und zur Zeit der Erbauung von Silbury Hill, wie auch Stonehenge und Avebury, vor ca. 4500 Jahren Kultur prägend war. Auf der Bischofwiese hinterlies die Glockenbecherkultur zahlreiche Hügelgräber.

Weitere Rätsel auf der Bischofswiese sind die über 30 Hügelgräber, wie auch weitere kleine Erhebungen, die als „Kimme und Korn“ bei himmlischen Obervationen dienen könnten. Sind hier andere kalendarische Ereignisse markiert?

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